S wie superluftiges und schlichtes Sommerkleid

Hallo ihr Lieben!
Noch ganz kurz vor knapp mache ich im August mit meiner sommerlichen Lupita bei der Aktion 12lettersofhandmadefashion mit.
Fee von fairylikes hat diesen Monat den Buchstaben S gezogen. Das S ist ja regelrecht prädestiniert für einen sommerlichen Monat :)




Ich finde das Kleid super geeignet, um es mal eben am Strand oder im Garten über den Bikini zu ziehen. Genau so ein "Schnell-Drüberzieh-Kleid" fehlte mir diesen Sommer noch. In der Stadt oder bei der Arbeit würde ich es defintiv nicht tragen. Auch habe ich etwas länger überlegt, ob ich es auf dem Blog zeige, war ich doch bisher immer etwas unsicher, wenn es darum ging, Bein zu zeigen :) Also so ohne Strumpfhose und ganz kalkweiß :D Letztendlich war ich mit einigen der Bilder dann aber doch soweit zufrieden, um sie euch auf dem Blog zeigen zu wollen.


Genäht habe ich das Kleid aus aus einem dunkelblauen und sehr leichten Viskosejersey, gekauft übers Internet bei Lala&Fluse. Eigentlich war der Meter Stoff für andere Zwecke geplant, ich wollte ihn unter anderem als Kapuzenfutter für einen Hoodie nutzen. Dafür hat er sich aber als zu labbrig herausgestellt. Für ein leichtes Sommerkleid hingegen eignet er sich perfekt.


Für Hals- und Armausschnitte habe ich rotes Bündchen verwendet. Die Druckknöpfe sind Jersey-Drücker von Prym. Um das rot wieder aufzugreifen, habe ich als Saumabschluss rotes Jersey-Schrägband benutzt. Dadurch ist das Kleid auch etwas länger, was mir gut gefällt. 


Den roten Bindegürtel mit weißen Pünktchen habe ich mir schon im letzten Sommer passend zu einem anderen Kleid genäht. Dass er jetzt farblich auch zum Lupitakleid passt, ist eher ein glücklicher Zufall gewesen.


Die Knopfleiste ist mir für meinen Geschmack diesmal nicht so gut gelungen. Das hab ich bei dem gestreiften Lupitashirt etwas sauberer hinbekommen. Aber Übung macht den Meister, das wird garantiert nicht meine letzte Lupita gewesen sein :)


Mein Sommerkleid schicke ich heute auch zu RUMS

Genießt die sonnigen Tage!
Liebe Grüße
Dani

Schnittmuster:
Lupita von Milchmonster

Stoffe und Materialien:
dunkelblauer Viskosejersey von LalaundFluse
rote Bündchenware Javro Stoffmarkt
rot weiß gepunkteter Baumwollstoff von Bahl Textil
Jerseydrücker von Prym





Maxikleid Coco Nr. 2

Heute folgt Teil II der Bilder, die bei unserem Kurztrip nach Noordwijk entstanden sind. In diesem Post zeige ich euch mein zweites Maxikleid Coco. Vor einiger Zeit hatte ich euch mein "Probekleid" gezeigt, welches sich mittlerweile von einem Probeteil zu einem alltagstauglichen Kleidungsstück entwickelt hat (mehrmaliges erfolgreiches Tragen ohne Schwitzattacken trotz bööösen Polyesters)
Also nun zum zweiten Cocokleid und zu den Schwierigkeiten, eine gescheite Fotostrecke während eines regnerischen und windigen Mittags am Strand von Noordwijk hinzubekommen...


Das ist das einzige Foto direkt am Strand, welches ich für den Blogpost verwertbar fand. Dann fing es leider an zu regnen...


Also haben wir uns Unterschlupf gesucht und das in Form eines total niedlichen Cafés, das direkt am Strand gelegen ist. Wenn ihr mal vorhabt, in Noordwijk mit Hund Urlaub zu machen, kann ich euch den Strandabschnitt rund um das Café "Take2" wärmstens empfehlen. 
Das Café ist total gemütlich und liebevoll eingerichtet. Hundebesitzer sind mit ihren Vierbeinern dort  herzlich willkommen.


Als sich der Regen verzogen hatte, unternahmen wir noch einen zweiten Anlauf mit den Fotos, auch wenn der Wind weiterhin sehr stark war.



Ich habe das Oberteil des Coco-Kleides wieder in der Größe 40 und mit verdrehten Trägern genäht, die gefallen mir von den verschiedenen Varianten einfach am Besten. Aufgrund der Musterung des Stoffes fällt der BH-Träger darunter diesmal weniger auf als beim Probekleid. Für den Rockteil habe ich auch dieses Mal anstelle der im Schnittmuster angegebenen Rockmaße die volle Stoffbreite genommen und anschließend gerafft, so wie es im Nähvideo von Pattydoo gezeigt wird.


In der Mitte wird ein Gummiband eingenäht, um das Kleid auf Figur zu bringen. Dieses Mal habe ich die für mich richtige Länge des Gummibandes ermittelt, sodass ein guter Sitz im Taillenbereich gewährleistet ist. Aber auch dieses Kleid kombiniere ich am liebsten mit einem kleinen Flechtgürtel aus Kunstleder. Den habe ich mal bei H&M gekauft.






Ich schau dann jetzt mal bei RUMS vorbei und bin ganz gespannt, was ihr zu meinem neuen Kleid sagt :)

Liebe Grüße
Dani

Schnittmuster:
Coco von Pattydoo
Stoffe und Materialien:
Viskosejersey von Stoff&Stil, Sport Elastic Gummi von Prym



Mit Velara am Strand

Bislang befinden sich vier Velarahosen in meinem Kleiderschrank.
Zu meinem Velaraglück fehlte mir noch der Overall :) Und genau den wollte ich doch schon im letzten Sommer genäht haben. Unzählige Nähbeispiele dieses Jumpsuits habe ich mir angeschaut, immer mit dem Gedanken, mir nun auch mal einen zu nähen...


Jetzt habe ich ihn endlich genäht - und bin so zufrieden mit dem Teil!





Dabei war der Weg zum neuen Lieblingsteil zunächst etwas chaotisch und frustrierend ...

Voller Eifer hatte ich den Overall zugeschnitten und war noch sehr verwundert gewesen, dass scheinbar alle Schnittteile so locker auf Zwei Meter Stoff gepasst hatten.
Zunächst nähte ich die Velarahose fertig. Tja ... und dann stellte ich beim Vorbereiten des Oberteils fest, dass ich nur die beiden vorderen Oberteile zugeschnitten hatte. Das Rückteil war mir irgendwie untergegangen. Fragt mich nicht, wie das passieren konnte!! Ich hatte es doch tatsächlich verbummelt, es auszudrucken und zusammenzukleben. Ziemlich ärgerlich!
Also holte ich das mit dem Ausdrucken und Kleben schnell nach und legte mit dem letzten bisschen Optimismus das Schnittmusterstück auf den Stoff . Es reichte leider nicht mehr aus, um das Rückteil im Bruch zuzuschneiden. Für eine weitere Bestellung bei Stoff&Stil hätte meine Geduld nicht gereicht, ich wollte den Overall JETZT  nähen und ihn anziehen, nicht erst, wenn die Temperaturen schon wieder gesunken und meine Motivation wieder verschwunden gewesen wären.
Also habe ich das Rückteil in zwei Teilen, dabei gezwungenerweise vom Musterverlauf leicht versetzt zugeschnitten und zusammengenäht.
Auf dem nächsten Bild könnt ihr euch das Drama mit dem zweigeteilten Rückenteil genau anschauen, bei dem beide Teile nicht 100% aufeinander passen.


Kurz hatte ich mich darüber geärgert , aber meiner Begeisterung für den fertigen Overall tut dies  nun keinen Abbruch. Seit er fertig genäht ist, schafft er es bisher nicht in den Kleiderschrank. Nach der Wäsche wird er – sofern es das Wetter zulässt sofort wieder angezogen. Er ist zu meiner diesjährigen Lieblingssommerklamotte avanciert. Ich fühle mich darin sehr wohl, das Teil ist einfach so mega bequem! Genäht habe ich den Overall in der Größe 38.



Die Bilder sind übrigens während unseres dreitätigen Kurztrips nach Noordwijk entstanden. Vorgestellt hatte ich mir, dass wir ganz idyllische Fotos direkt am Meer, vielleicht sogar im Sonnenuntergang machen könnten. Das Timing war aber nicht das Beste :) Am ersten Tag hatten wir Sonne satt, aber noch keine Lust auf Bilder, da wir einfach die Seele baumeln lassen wollten. Am nächsten Tag war es extrem windig, hinzu kamen noch ein paar Regentropfen. Also haben wir versucht das Beste draus zu machen:) 


Und welches selbstgenähte Kleidungsstück ist euer derzeitiger Sommerliebling?
Ich wünsche euch einen schönen Tag, ganz gleich ob ihr ihn gerade im Urlaub, zu Hause oder auf der Arbeit verbringt :)

Liebe Grüße
Dani

Schnittmuster:
Velara Overall  von Schnittgeflüster
Stoffe:
Viskosejersey von Stoff&Stil

Verlinkt bei: RUMS



Maxikleid Svenja

Dieses Maxikleid hat mich vor gut einem Jahr um so einige Näherfahrungen reicher gemacht. Deshalb fand ich, dass es Zeit war ihm einen Blogpost zu widmen :)



Das Kleid "Svenja" von Pattydoo war ein Nähprojekt aus dem vorherigen Sommer, das ich mit viel Eifer und Leidenschaft bis spät in die Nacht genäht habe. Am nächsten Morgen hatte ich zwar starke Augenringe, aber auch ein sehr zufriedenes Gefühl. Der sehr auffällige Blumenprint war ein Stoffcoupon vom Holland-Stoffmarkt,  also gerade mal 1,50 x 1,50 m (Glaube ich zumindest, vieleicht waren es auch 1,50 x 2,00 m). Im Nachhinein frage ich mich ernsthaft, welches Schnittmuster-Tetris ich vor einem Jahr angestellt habe, um das Kleid zu realisieren. 



Eigentlich sieht das Schnittmuster drei Rockstufen vor, aber ich musste aufgrund der geringen Stofflänge kreativ werden. Also habe ich nur eine lange Rockstufe ergänzend zum Basiskleid hinzugefügt. Dadurch ist das Kleid im Rockbereich nicht so extrem weit und flatterig, was ich aber okay finde. Als Saumabbschluss habe ich ein schwarzes Baumwollschrägband benutzt.



Die wirkliche Herausforderung war auf jeden Fall das Nähen des Oberteils. Ina von Pattydoo hatte als Ergänzung zum einlagigen Oberteil mit Spaghetti-Trägern auch eine Anleitung zum Nähen eines doppellagigen Bustiers mit breiten Trägern erstellt, an der ich mich orientiert habe. Bevor es ans Kleid ging, nähte ich zuvor zwei Probetops, um mich mit den schon erwarteten Änderungen vertraut zu machen. Eins davon könnt ihr auch bei mir auf Instagram sehen. Diese Probeteile waren auch definitiv nötig. Ich musste den Bustierteil um mehrere Zentimeter verlängern (und somit natürlich auch das gesmokte Rückenteil). Das Bustier stand dann an den Armauschnitten total unglücklich ab. Zu dem Zeitpunkt war ich schon kurz davor, das Teil direkt in die Tonne zu kloppen. Dann hab ich mir erstmal Rat in der Pattydoo-Facebookgruppe gesucht und bekam u.a. den Tipp, die Ausschnitte mit elastischem Einfassband zu versäubern. Diese Idee war super und mein Top war gerettet. Das Smoken habe ich mit meiner Discounter-Maschine erledigt, welche eine Spulenkapsel mit CB-Greifer besitzt. Meine Pfaff Passport 2.0 hat an dieser Stelle ihre Dienste versagt  (Vielleicht  lag es aber auch an der ungeduldigen Person vor der Nähmaschine). Leider haben die Smoknähte nach der ersten Wäsche des Kleides nicht alle gehalten, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich müsste vielleicht nun nachträglich mit Framilonband arbeiten. Seither ist mir aber bisher die Lust vergangen, es nochmal aufzubessern. Das Oberteil hält auch so bis jetzt ganz gut. 



Da das Kleid schon ein sehr auffälliges Muster hat, trage ich es eher im Urlaub. Fotos konnten wir aber nur im heimischen Garten machen inklusive Hund, der bei solchen Aktionen scheinbar immer viel Spaß daran hat, ins Bild zu laufen.



Mit meinem Maxikleid schaue ich jetzt bei RUMS vorbei.

Zum Schluss noch ein kleines Outtake :)

Viele liebe Grüße
Dani


Schnittmuster:
Kleid Svenja von Pattydoo

Stoffe und Materialien:
leichter gewebter Baumwollstoff mit Blumenprint vom Holland-Stoffmarkt
Gummifaden von Prym
schwarzes elastisches Einfassband von Bahl Textil
schwarzes Baumwollschrägband von Stoffe Hartmann


Tutorial "Think Big mit rundem Saum nähen"


Mein Oversizeshirt Think Big aus dem Probenähen habe ich euch ja bereits letzte Woche gezeigt. Dieses Shirt hat einen geraden Saum.  Ich mag abgerundete Säume im Moment total gerne und wollte mein nächstes Think Big unbedingt mit solch einem Saum nähen. Dann fragte mich Lina, ob ich nicht ein kleines Tutorial erstellen möchte. Hier ist es nun, mein erstes kleines Tutorial :)
Ich zeige euch in diesem Blogpost, wie ihr das Rückteil eures Think Big Shirts von Schnittverhext mit einem runden Saum nähen könnt.

Die Rundung ab der Trennlinie für den Bund zeichnen.

  Die Rundung ausklingen lassen an dem Punkt, wo im Schnittmuster Bruch steht.

  An der Linie entlang abschneiden.

Das abgeschnittene Stück bitte aufbewahren, damit ihr es für eine Version mit Bund wieder ankleben könnt. Nun schneidet ihr euer Rückteil zu. Saumzugabe nicht vergessen! :)

 Für das Vorderteil knickt ihr das Schnittmuster an der gestrichelten Linie.

 Jetzt könnt ihr das Vorderteil zuschneiden. Auch hier die Saumzugabe nicht vergessen!

Nach der Anleitung im Ebook zusammennähen. So sieht es aus, nachdem die Seiten zusammengenäht sind.

Wenn die Saumzugabe bei einem gerundeten Saum nach innen umgeklappt wird, ensteht eine Mehrweite. Das erschwert das Umklappen und anschließende Nähen. Diese Mehrweite kann man ausgleichen, indem man bei der Overlock den Differentialtransport auf die stärkste Stufe stellt. Dadurch entsteht eine ganz leichte Raffung.
Wenn ihr keine Overlock habt, könnt ihr alternativ mit der Nähmaschine zwei Kräuselnähte machen, sodass ihr die Saumzugabe unten etwas zusammenziehen könnt.
Das braucht ihr natürlich nur mit dem runden Saum des Rückteils machen. Den Saum des Vorderteils könnt ihr ganz normal versäubern.

 Overlocknaht mit hochgestelltem Differentialtransport.

 So sieht es genäht aus.

Nahaufnahme der Kräuselung

Jetzt könnt ihr eure Saumzugabe wesentlich leichter nach innen umklappen. Nun schön bügeln und anschließend absteppen...

So sieht das Ganze dann gebügelt und abgesteppt aus...
Fertig ist euer runder Saum!
Dieses Tutorial könnt ihr natürlich auch auf andere Shirt-Schnittmuster anwenden :) Vielleicht ermutigt es euch ja, einen Schnitt nach euren Belieben etwas zu verändern.
Wenn ihr noch Fragen oder Anregungen habt, schreibt mir einfach einen Kommentar oder eine Mail :)

Ganz liebe Grüße
Dani
 

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